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| Pattaya bei Nacht |
"Die Entwicklung der "Dritten Welt" ist keine Frage der Moral. Zuerst einmal geht es ums Überleben. Die ausgehungerten Leiber können sich immer an diejenigen verkaufen, die Geld haben." Also die aus der 1. Welt, die in die 3. reisen, um sie auf jede erdenkliche Weise auszubeuten.
Für Touristen ist Thailand das Paradies, die Kinderprostituierten ist es die Hölle. Die Mädchen werden oft von den eigenen Familien an angebliche Onkel oder Anwerber verkauft. Diese lassen sich Schuldscheine unterschreiben. Wenn das Mädchen wegläuft, wird die Familie haftbar gemacht. Sie werden ausgehungert, geschlagen, mit brennenden Zigaretten gequält und so lange vergewaltigt, bis sie freiwillig bereit sind, den farangs zu Willen zu sein. Offiziell ist Prostiution in Thailand verboten, doch die Obrigkeit und die korrupte Polizei ist gut geschmiert. Wenn überhaupt, werden die Kinderprostituierten verhaftet und bestraft. Die westlichen Freier haben nichts zu befürchten. Viele der Kinder, von vier Jahren aufwärts, erinnern sich gar nicht mehr an ihre Eltern, sie wissen gar nicht, ob sie je ein zu Hause hatten. Viele der Jungen auf Thailands Straßen sind von selbst weggelaufen, sie schnüffeln Klebstoff, um zu vergessen, die Schmerzen, die Erinnerungen. Viele von ihnen sind mit HIV-infiziert.
