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Montag, 4. April 2016

Die Sexarbeiterin – Dokusoap mit Indieporn

CC0 Public Domain
„Die Preisgabe selbst der intimsten Teile des menschlichen Körpers zur sexuellen Erregung und Befriedigung einer beliebigen anderen Person, ob dies nun aufgrundeines Abhängigkeits- oder Gewaltverhältnisses oder durch anscheinend freie vertragliche Übereinkunft erfolgt, bedarf zu ihrer Legitimierung stets einer Ästhetisierung, sowohl der Prostituierten und ihrer Rolle als auch des Freiers - ganz besonders in historischen Momenten, in denen die Selbstverständlichkeit des Mannesrechtes, sich des anderen Geschlechtes zu bedienen, ins Wanken geraten ist. […] Ästhetisierung meint stets eine Übertünchung und Verklärung, aber auch Heroisierung eines Geschehens, die über die Verhältnisse, auf die sie sich bezieht, gestülpt wird. […] Durch Ästhetisierung entsteht eine oft lückenlose Umkehrung der Wahrnehmung, die wirkliche Kenntnisnahme, Verantwortlichkeit und Einsicht in die Konsequenzen von Handlungen äußerst erschwert.“ (1)

Aus der offiziellen Seite zum Film:
"SEXarbeiterin entsteht zu einer Zeit, in der europaweit über scharfe Reglementierung bis hin zur Abschaffung von Prostitution gestritten wird. Der Dokumentation liegt eine klare Positionierung zu Grunde: Sexarbeit ist Arbeit. Sie ist nicht anstößig, sie ist nicht kriminell und sie ist nicht per se gut oder schlecht für Frauen, Männer oder Transgender. Diejenigen, die sagen, uns ist an besseren Arbeits- und Lebensbedingungen für Sexarbeiter_innen gelegen, sind zu unterstützen. Wer wie in Frankreich oder Schweden Sexarbeit kriminalisiert, erreicht nichts für eine bessere Lebens- und Arbeitswelt der in der Sexarbeit Tätigen." (2)
Bereits zwei Jahre vor dem Film gab es Ankündigen per Aufruf zu Crowdfunding - neben handsignierten Plakaten wurden den Unterstützenden auch sexuelle Angebote gemacht, was allerdings auf der Seite so gut wie gar nicht gebucht wurde. (3)

Gemacht wurde der Film dann von vier Männern. (4)

Zum Film, gesehen am 25. März 2016 im Mal seh'n Kino in Frankfurt / Main.