| von Jos van Zetten from Amsterdam, the Netherlands (Een goede buur .....) [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons |
Einer der beliebtesten - und erfolgreichsten - Mythen zur Prostitution besagt, dass erst die volle Legalisierung aller Aspekte der Prostitution diese sicher macht. Gemeint ist damit vor allem die Legalisierung von Zuhälterei, die nun unter Begriffen wie "Agent", "Manager", "Leibwächter" oder "Vermietung" etc. auftaucht. Ebenso legal sind in diesem System in Deutschland Bordelle aller Art sowie die Vermittlung von Frauen und anderen in Bordelle, solange diese Frauen über 21 sind und solange keine Ausbeutung statt findet. Ausbeutung findet dann statt - darauf haben sich Gerichte in den letzten 10 Jahren seit Einführung des Gesetzes verständigt - wenn der Frau in der Prostitution mehr als 50% ihrer Einnahmen abgenommen werden. Nachdem sie das Zimmer bezahlt hat. Sie ist ja völlig freiwillig in dem Bordell und hat daher ja den Bedingungen des Bordells zugestimmt, und wenn ihr jemand geholfen hat, das Bordell zu finden, dann ist das nur eine Dienstleistung im Rahmen des Gesetzes, für die sie ja zahlen kann, da sie jetzt das Recht hat, sich so einen "Dienstleister" zu suchen. Auch wenn er ihr jeden Tag hilft, das Bordell oder den Platz an der Straße zu finden...
Soweit die wunderbaren Arbeitsbedingungen der legalen Prostitution.
Neben Deutschland nehmen die Niederlande eine Spitzenposition in Dingen legalisierter Prostitution ein. Und dort gab es einige Untersuchungen, die inzwischen dort zum Umdenken führen.
Das Material stammt von der European Women's Lobby, die sich mit dem Brussel's Call für ein Europa frei von Prostitution und für das Nordische Modell einsetzt.
Am 1. Oktober 2000
hoben die Niederlande das Bordellverbot aus dem Jahr 1911 auf. Seitdem wurden verschiedene Studien zu diesem Thema durchgeführt,
unter anderem vom Forschungs- und Dokumentationszentrum des Justizministeriums
(WODC) und der nationalen Polizei (KLPD).[1]
1. Die Situation der Menschen in der Prostitution hat sich verschlimmert.
Die Studie ‘Daalder’[2], durchgeführt vom Justizministerium, zeigt:
“Es gab keine signifikante Verbesserung der Situation der Menschen in der Prostitution”.
“Das emotionale Wohlbefinden der Prostituierten ist heute geringer als 2001 und das in allen befragten Aspekten”.
“Die Verwendung von Beruhigungsmitteln hat zugenommen”.
Es gibt viele, die um Hilfe beim Ausstieg aus dem Gewerbe nachsuchen, jedoch verfügen nur 6% der Städte und Gemeinden über Strukturen diese zu beantworten.