Übersetzung des Artikels "On "corporate feminism" and the appropriation of the women's movement" von Meghan Murphy" mit freundlicher Genehmigung der Autorin. Meghan ist eine der wichtigsten Stimmen des kanadischen Feminismus. Sie erhebt unermüdlich die Stimme gegen die sexistische, klassistische und rassistische Ausbeutung von Frauen in der Sexindustrie. Nach einem Artikel im Playboy und Aufrufen von Männerrechtsaktivisten ist sie derzeit einer hässlichen Kampagne gegen sich ausgesetzt, bei der unter anderem ihr Arbeitgeber Rabble aufgefordert wird sie zu kündigen. Eine Petitition mit dem Titel "We need Meghan Murphy" findet ihr hier
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| Meghan Murphy |
Berlatskys Bereitwilligkeit, in meinem Namen Zitate, Überzeugungen und Meinungen zu erfinden, um in seiner eigenen Selbstverliebtheit zu schwelgen und seine gleichzeitige Begabung, Frauen zu objektifizieren, ist bemerkenswert. Er hat, bereits vor dem jüngst erschienenen, zwei Artikel (diesen und diesen) geschrieben, in denen er meine Argumentation vorsätzlich verdrehte oder mindestens unverblümt log, in der Absicht, sich selbst als den wahren Verbündeten der Frauen - mit mir als deren selbstverständlicher Feindin - zu präsentieren. Diese drei Vorfälle sind, und das ist sehr aufschlussreich, die einzigsten drei Male vor dieser Woche, in der ich jemals eine Publikation kontaktieren musste wegen Rufmord oder wegen Miss-Repräsentation meiner Arbeit.
Es überrascht mich natürlich nicht, dass der Playboy diese jüngsten Verleudmungen publiziert. Playboy bewirbt seit langsam die Sexualisierung und Objektifizierung von Frauen als befreiend, und skrupelloses Verhalten gehört zur Geschichte des Magazins (mal abgesehen von dem unübersehbaren Entmenschlichung-von-Frauen-Zeug). Gloria Steinem recherchiertePlayboys Praktiken der Arbeitsausbeutung in den 60ern, viele Frauen, darunter auch Vanessa Williams, Madonna und Marilyn Monroe, die aussagten, dass ihre Nacktfotos ohne ihre Zustimmung veröffentlicht wurden, außerdem weigerte sich das Magazin in den ersten 18 Jahren seines Bestehens, eine Schwarze Frau auf das Cover des Magazins zu bringen. Trotz des Interesses, aus Frauenkörpern Profit zu schlagen, behauptete Hugh Hefner, dass er "bereits Feminist war, bevor es überhaupt so etwas wie Feminismus gegeben habe". (Die Porno-Könige haben sich selbst immer als die wahren Freiheitskämpfer postiert.) Erst seit kurzem allerdings, wird es ihnen von "Feministinnen" abgekauft.


