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Donnerstag, 17. November 2016

Prostituiertenmorde in Deutschland: keine singulären Ereignisse – Wo bleibt der Skandal?


CCO - Public Domain - Pixabay
Pressemittelung von Abolition 2014 (press release, for english version scroll down)

Das Bündnis Abolition 2014 trauert um die vier Frauen, die innerhalb von nur 35 Tagen in der deutschen Prostitution - in Niedersachsen, in Nordhein-Westfalen und in Sachsen - getötet wurden: Zwei Ungarinnen, eine Dominikanerin und eine nicht näher bezeichnete prostituierte Frau wurden entweder brutal ermordet oder fielen einem Bordellbrand zum Opfer. Diese Frauen reihen sich ein in die lange Liste von Frauen (und Transfrauen), die international das System Prostitution nicht überleben. Viele Menschen aus der ganzen Welt nahmen und nehmen über die von deutschen Aktivistinnen betriebene Webseite www.sexindustry-kills.de und die dazugehörige Facebookseite Anteil an den Schicksalen dieser Frauen, von denen die Öffentlichkeit oft nicht mal den Namen und das Alter, geschweige denn die traurigen Geschichten, die sie in die Prostitution und die sexuelle Ausbeutung in unserer Mitte geführt haben, erfährt. Fast immer bleiben sie gesichtslose, anonyme Opfer einer milliardenschweren Sexindustrie, deren größte Sorge der Frage gilt, wie sie sich absichern kann und den größten Profit aus den von ihr den Käufern angebotenen Frauen, Kindern und jungen Männern herausschlagen kann.